Ultimate Fighting Arena 2019: Fighting Game Action in Paris

Am Wochenende vom 4.-6. Oktober hat in Aubervilliers bei Paris, Frankreich die Ultimate Fighting Arena 2019 stattgefunden. In zwei großen Hallen haben sich mehr als 1000 Teilnehmer versammelt, um ihr Können in verschiedenen Fighting Games zu testen. Dazu gehörten auch mehrere Events zu Super Smash Bros Ultimate: Doubles und Squadstrike am Freitag, und das Hauptbracket der Singles am Samstag und Sonntag.

Während man in Halle 1 unter anderem Street Fighter V, Tekken 7 und Mortal Kombat 11 spielen konnte, war Halle 2 fast vollständig für Smash vorgesehen. Monitore und Headsets wurden gesponsert, sodass es keinen Mangel an Setups gab.

Das Squadstrike-Turnier wurde als 3v3 ausgetragen mit 43 Teilnehmern (unter ihnen kein deutscher Spieler). Den Sieg holte sich der Franzose Nin‘ (R.O.B., Mr. Game & Watch, Banjo-Kazooie) nach einem Bracket Reset 6-0 gegen Snixx (Wolf, Pikachu, Peach, Hero), nachdem dieser ihn zuvor im Winners Final knapp hatte besiegen können.

Doubles waren mit 64 Teams voll besetzt, darunter auch einige Deutsche. quiK erreichte zusammen mit Leon einen 17. Platz, während Tru4 und Tarik es bis zum 9. schafften. Nachdem Cyve und MrR schon in Runde 3 ins Losers Bracket geschickt worden waren, legten sie einen guten Losers Run hin und besiegten im Losers Final Glutonny und Griffith. Im Grand Final trafen sie auf Longo und MkLeo , die im gesamten Verlauf des Turniers nur ein einziges Match gedroppt hatten und auch das letzte Set des Turniers mit einem 3-0 klar für sich entschieden.

Das Singles-Tunier begann am Samstag und in zwei Pool Waves wurden die 459 Teilnehmer auf die 64 besten reduziert. Darunter waren auch sechs Deutsche: VoffinatorLJ, Tru4, Longo, Tarik, quiK auf der Winners Side und Lucky auf der Losers Side.

Tru4 (Shulk) konnte sich klar gegen den Franzosen Homika (Rosalina & Luma) durchsetzen, quiK (ZSS) besiegte den Briten Streakz (Wolf) und Longo (R.O.B.) gewann gegen den ebenfalls britischen Spieler Peli (Snake), sodass alle drei sich einen Platz auf der Winners Side der Top 32 sichern konnten.

Tarik (Greninja) musste gegen den dritten Seed des Turniers, den Japaner Kameme (Mega-Man) spielen, der ihn ins Losers Bracket beförderte. Dort besiegte er den Briten Deon und schaffte es in die Losers Top 32, zusammen mit Lucky (Pit). Dieser konnte sich, bereits im Losers Top 64, zuerst gegen den Belgier Yiazmat Goth und dann gegen die #1 von Spanien, MVL, durchsetzen.

Am nächsten Tag setzte Lucky seinen Losers Run fort, bis er gegen den Spanier Greward (Piranha-Pflanze) verlor. Diesen wiederum besiegte dann Tarik und schaffte es damit bis zum Top 8-Qualifier. Dort traf er allerdings auf Frankreichs #1, Glutonny (Wario), welcher zuvor in einem sehr knappen Set vom Niederländer Space (Inkling) upsettet worden war. Tarik kam gegen ihn nicht an und schied damit kurz vor den Top 8 aus.

Sowohl Tru4 (Shulk) als auch quiK (Samus, ZSS) konnten sich in der ersten Runde sehr knapp gegen ihre Gegner, Meru (Peach) und Lancelot (Chrom) durchsetzen. Im Top 8 Qualifier trat Tru4 dann gegen Mr.R (Snake) an, der ihm mit seinem Minenfeld keine Chance ließ. Auch quiK hatte gegen Kameme (Mega-Man) sichtlich Probleme mit dem Matchup.

Auf der Losers Side sicherten sich beide jedoch ihren Platz in den Top 8. Tru4 (Shulk) besiegte den Niederländer iStudying (Greninja) und quiK (Samus) gewann in einem knappen Set gegen Meru (Peach).

Demnach bestand die Top 8 aus MkLeo, Mr.R, Space und Kameme auf der Winners Side, und Homika, Tru4, Glutonny und quiK auf der Losers Side.

Während der bisherige Stream auf der Bühne in der Smash-Halle stattgefunden hatte, zog er jetzt in die noch größere Haupthalle um. Da das vorher stattfindende Dragon Ball FighterZ-Turnier jedoch erhebliche Verspätung hatte, konnten die Top 8 erst gegen 22 Uhr beginnen, zwei Stunden später als geplant.

Im ersten Match bekam Homika (Rosalina & Luma) sein Runback gegen Tru4 (Shulk) und dieses Mal war das Set sehr viel ausgeglichener. Homika hielt Luma eher nah bei sich, was es Tru4 erschwerte, die beiden zu trennen und Luma aus dem Spiel zu nehmen. Das war im vorherigen Set der Ansatz gewesen, mit dem er Homika gut in Schach halten konnte, aber dieser hatte sich nun angepasst. Homika spielte extrem geduldig und hielt Tru4 mit Starbits auf Distanz und zog dadurch das Spiel in die Länge, bis zu einer Last-Hit-Situation im Game 5. Tru4 verpasste es knapp, nach einem Edgeguard mit seiner Fair den Kill zu holen, zwang Homika aber, mit seiner Up-B auf der Stage zu landen. Das Landing wollte er mit einem F-Smash im Smash-Monado punishen, kam aber einen Augenblick zu spät. Homika konnte gerade noch shielden und sich dann mit einem Up-Smash out of shield das Set holen.

Auf der anderen Seite des Losers Brackets sah sich quiK (Samus) Glutonny (Wario) gegenüber. quiK war sehr geduldig und methodisch in seiner Spielweise, was ihm auf Dauer eine Führung im ersten Game verschaffte. Als er aber grade frisch auf seinem zweiten Stock war und Glutonny schon in den hohen Prozenten, war dieser in der Lage, seine Tether-Recovery mit seiner Neutral-B zu catchen und quiK mit in den Tod zu reißen. Mit dem Waft im Anschlag war Glutonny nun eine besonders große Bedrohung, aber quiK hielt ihn mit seinem Charge Shot auf Distanz und nahm ihm den letzten Stock, bevor er eine Chance hatte, ihn zu benutzen. Auch im nächsten Game konnte er einem voll aufgeladenen Waft entgehen, aber das langsame Tempo der Matches gab Glutonny zu viele Gelegenheiten, sein stärkstes Tool einzusetzen und jeglichen Prozent-Lead durch stärkere Kill Power zunichte zu machen. Letzten Endes konnte Glutonny sich mit eben diesem Waft das Set 3:1 sichern.

Im Winners Semi-Final traf Mr.R (Sheik, Young Link) auf MkLeo (Joker). Während das erste Game noch relativ knapp war, konnte Mr.R im Game 2 mit Sheik einfach keinen guten Hit landen. Als er auf seinem letzten Stock in den hohen Prozenten immer noch keinen von MkLeos Stocks genommen hatte, akzeptierte er das Game als verloren und SDte. Dann probierte er es mit Young Link, aber obwohl er einen guten Start hatte, passte sich MkLeo sehr schnell an und holte sich das Set mit einem klaren 3:0.

Space (Inkling) startete gegen Kameme (Mega-Man) mit einem explosiven Threestock, bevor dieser sich an sein schnelles Movement gewöhnen konnte. Ab dem nächsten Game war es jedoch etwas ausgeglichener und Kameme war in der Lage, seinen Attacken zu folgen und Fehler zu punishen. So ging es hin und her bis zu einem Last-Stock Game 5, wo Space sich mit Inklings typischem Up-Throw Up-Air Confirm den Sieg sichern konnte.

Nachdem Space also den zweiten und den dritten Seed upsettet hatte, sah er sich jetzt dem ersten gegenüber, MkLeo. Nachdem Game 1 an MkLeo ging, war Space in Game 2 als Erster im gesamten Turnier in der Lage, MkLeos Joker zu besiegen. Dieser ließ sich davon aber nicht beeindrucken und holte sich das Set dann eben 3:1.

Im Losers Final bekam Glutonny, der Mr.R und Kameme jeweils 3:1 besiegt hatte, dann sein Runback gegen Space. Ähnlich wie auch Homika war Glutonny gut darauf vorbereitet und ließ sich diesmal von Space nicht kleinkriegen. Er nutzte Spaces Bair-Approaches gegen ihn und zwang ihn dazu, sie unsafe zu space, um dann mit Nair out of shield einen String zu starten, der massiv Schaden verursachte. Während sich im Publikum Frankreich mit dem Rest Europas seinen eigenen Cheer-Wettbewerb lieferte, baute Glutonny seine Führung in-game aus. Nachdem Space Lylats Ledge verfehlt und SDt hatte, erwischte er ihn mit einem weiteren Nair-Combostarter auf den er letztendlich einen Waft folgen ließ, der die 0-to-death-Combo vervollständigte. Davon erholte sich Space auch im nächsten Game nicht mehr und das Set ging 3:0 an Glutonny.

Im Grand Final trafen also wie projected MkLeo und Glutonny aufeinander. Mit der Sicherheit des Bracket-Resets im Rücken, setzte MkLeo wieder auf Marth, den er schon das gesamte Turnier bis zum Top 8-Qualifier benutzt hatte, es aber in den Top 8 nicht riskieren wollte. Unter dem Druck eines Grand Finals und zu so später Stunde war er aber nicht in der Lage, zuverlässig zu tippern und verpatzte mehr als einmal das Timing der Side-B. Das erlaubte Glutonny, länger zu überleben, MkLeos Fehler zu punishen und das erste Set zu dominieren. Das Publikum raffte auch nochmal das letzte ihrer Energie zusammen, um ihn anzufeuern und für ihn zu jubeln.

Nach dem Reset stieg MkLeo wieder auf Joker um und der Unterschied war sofort spürbar. Er setzte Glutonny mit Arsene unter Druck, denn der Timer füllte jetzt nicht nur seinen Waft auf, sondern auch Jokers Rebel’s Gauge. Glutonny hielt aber stark dagegen und kam im Game 2 einen Sieg sehr nahe. Hier holte sich MkLeo den Kill unkonventionell mit einem Down Throw, den Glutonny nicht erwartete und deshalb falsch DIte. Auch im Game 3 brachte er MkLeo wieder auf seinen letzten Stock, bevor dieser ihn off-stage schickte und dann seine Recovery mit einer Fair catchte, die ihn in die Blastzone beförderte.

Damit holte sich MkLeo den ersten Platz der Smash Ultimate Singles bei Ultimate Fighting Arena 2019. Bei der darauffolgenden Preisverleihung bekam er seine Trophäe und alle Mitglieder der Top 8 eine Medaille.

Ein großes Dankeschön an Nives, den TO der Smash-Turniere, Taitsu, der sich um die Streams kümmerte, VGBootCamp und Solary, die die Streams zur Verfügung stellten, sowie alle Helfer und Pool Captains, die das Turnier bis auf wenige Ausnahmen einen reibungslosen Ablauf gewährleisteten. Die nächste UFA wird nächstes Jahr stattfinden.

Elliot Le Corre Twitter: https://twitter.com/ElliotfromParis

Singles Bracket: https://smash.gg/tournament/ultimate-fighting-arena-2019/events/super-smash-bros-ultimate-single-1vs1/overview

UFA Twitter: https://twitter.com/UFA_Gaming

VODs: https://www.youtube.com/playlist?list=PLcMdMmtHkPpQk0gzf8MXsUkNl-qOG103y


Crewbattle: Fuldamentals VS Seal the Deal

Zahlreiche Smasher trieb es Samstag, den 31.08.19 nach Fulda, denn dort fand, u.a. organisiert durch die bekannte Szenegröße Sealer, ein weiteres Turnier der bekannten Reihe „Seal the Deal“ statt. Höhepunkt des Turniers war das Crewbattle, welches darüber entscheiden sollte, wie die Turnierreihe in Zukunft heißen wird – Fuldamentals oder Seal the Deal.

Für Team Fuldamentals startete Sabaca (Lucina), während Team Seal the Deal mit Rendon (Shulk) startete. Rendon konnte Sabaca mit einem Edgeguard zwar einen Stock abnehmen, verlor dabei aber auch selbst seinen und überließ Sabaca damit einen klaren Sieg.

Auch gegen Kweet (Lucas) dominierte Sabaca klar und verlor wieder nur einen Stock, was Team Fuldamentals in eine klare 16-12 Führung brachte.

Boomuki (Olimar) war endlich in der Lage, ihm seinen letzten Stock abzunehmen, und so das erste Mitglied von Team Fuldamentals zu bezwingen.

Boomukis nächster Gegner war Frieddo (Fox), der vor dem Match als Power-Up noch einen Schluck von seinem Bier nehmen wollte. Das schäumte jedoch über, sodass er es kurzerhand exte, was für ordentlich Stimmung sorgte. Frieddo nahm Boomuki dann seinen zweiten Stock und trieb ihn in die hohen Prozente, aber Boomuki konnte auch ihm noch zwei Stocks abnehmen, bevor Frieddos Up-Smash ihn erwischte.

Mit seinem letzten Stock stand Frieddo jetzt Fiend (Kirby) gegenüber, der mit seinem Characterpick das Matchup für sich nutzen wollte. Er verlor jedoch auch seinen ersten Stock an einen Up-Smash, bevor er Frieddo erfolgreich edgeguarden konnte.

Ran (Inkling) trat als nächstes für Team Fuldamentals an. Er konnte Fiend mit einem Down-Smash an der Kante two framen und damit mit nur einem Stockverlust das Match für sich entscheiden.

Gegen Unsinnlos (Wii Fit-Trainer) konnte er sich ebenfalls gut behaupten und noch weitere zwei Stocks für sein Team rausholen, bevor Unsinnlos ihn mit einem F-Tilt eliminierte.

Dann ging er gegen Takahashi (Wario) ins Rennen, der seinen ersten Stock sehr lange hinauszögern konnte, und schnell danach seinen Waft einsetzte, sodass auch dieses Match im Gleichstand ausging.

Team Seal the Deals letzter Spieler, Floimar (Palutena), sah sich nun einer ziemlichen Aufgabe gegenüber, während Takahashi noch zwei Teamkameraden hinter sich hatte. Floimar blieb deshalb vorsichtig in seinen Gameplan und nutzte Palutenas Tools um sich den Sieg mit nur einem Stockverlust zu sichern.

Auch gegen Raphy (Incineroar) machte er zuverlässig Prozente, aber Raphy überlebte lange und schlug mit Incineroars enormer Killpower zurück. Mit einem D-Tilt two framte er Floimars Recovery und nahm ihm mit dem darauffolgenden F-Tilt den letzten Stock.

Damit gewann Team Fuldamentals 4 – 0 gegen Team Seal the Deal im Crewbattle. In Zukunft wird diese Turnierreihe also „Fuldamentals“ heißen.

Team Fuldamentals: Sabaca, Frieddo, Ran, Takahashi, Raphy, Tales
Team Seal the Deal: Rendon, Kweet, Boomuki, Fiend, Unsinnlos, Floimar

Links:
Hessen Smash Twitter: https://twitter.com/HessenSmashCom
Sealers Twitter: https://twitter.com/SealerTheDealer
Bracket: https://smash.gg/tournament/seal-the-deal-civil-war/events/singles/brackets

Laura "Larus21" | Project HIVE Gaming e.V. Redaktion Game: Super Smash Bros. Ultimate Regelmäßige Coverage von SSBU Tournaments und allgemeiner SSBU Info in Deutschland.
Twitter: https://twitter.com/larus_21


UNISMASH#6 - Combobreaker am 10.08.19

Am 10. August fand nach einer kurzen Sommerpause Unismash #6 Combobreaker statt, dieses Mal mit einem namensgebenden Combo-Contest, für den im Vorhinein jeder sein Video einschicken konnte. Das Kernevent war wie immer ein SSBU-Singles Bracket.

Abgehalten wurde das Turnier an der University of Applied Sciences in Frankfurt, unter der Leitung von TOs WIZRAD und FrappyChoclate, mit Unterstützung von Setharias und Mii$$y. Der Stream wurde von GeekyGoonSquad und thiefbug zur Verfügung gestellt und alle VODs sind auf ihrem Zweitkanal zu finden. Diesen und alle weiteren relevanten Links am Ende des Artikels.
Ebenfalls auf dem Turnier vertreten war das Team von GonzoMod, einer Gruppe von Controller Moddern. Sie verkauften an ihrem Stand nicht nur Custom Buttons und Shells, sondern waren mit ihrem Equipment auch in der Lage, Controller auf Snapback und andere Probleme zu testen und zu fixen, oder in einen Pro-Controller einen permanenten Aus-Schalter einzubauen.

Pünktlich um 12 Uhr begann die Poolphase, in der die 88 Teilnehmer auf vier Pools und passend dazu auf vier Räume verteilt waren. Innerhalb von zweieinhalb Stunden stand die Top 16 fest, von wo an auch gestreamt wurde. Für alle, die es nicht so weit geschafft hatten, gab es wie immer ein Amateur-Bracket, für das man sich in der Pre-Top 16-Pause anmelden konnte.
Im Winners Quarter-Final upsettete Luchalitten (WiiFit-Trainer) den ersten Seed des Turniers, wusi (Joker), und Draqo (Snake) schickte Tonga_Jr. (Young Link, Bowser Jr.) mit einem 3-0 ins Losers Bracket. DarkThunder (Bowser) konnte sich ebenfalls klar mit einem 3-0 gegen BluB (Captain Falcon) durchsetzen, und SonX (Sonic) gewann im mit Abstand knappsten Set dieser Runde mit 3-2 gegen Honk (Luigi).
Honk konnte sich allerdings Losers Side gegen Mino (Joker) durchsetzen und schaffte es somit noch in die Top 8, zusammen mit Sintro (R.O.B.), Beek (Ken, Ryu) und Floimar (Palutena, Bowser Jr.).

Im Winners Semi-Final besiegte Luchalitten Draqo, und DarkThunder siegte über SonX, sodass die beiden im Winners Final aufeinandertrafen.
Die ersten beiden Games konnte Luchalitten für sich entscheiden. Er nutzte jede freie Sekunde für effektives Deep Breathing und konnte DarkThunder damit extrem schnell in hohe Prozente treiben.
Ab Game 3 wendete sich das Blatt allerdings. Mit einer kalkulierten Fair konnte DarkThunder Luchalittens Recovery abfangen und ging damit früh in Führung, die er nach einem Jump-Read mit einem Up-Smash noch weiter ausbauen konnte. Luchalitten wurde danach zwar vorsichtiger und holte wieder auf, aber es war nicht genug. DarkThunder dominierte auch die darauffolgenden Matches und konnte sich so mit einem Reverse 3-0 seinen Platz im Grand Final sichern.

Im Losers Quarter-Final hatte sich derweil Draqo knapp gegen Honk durchgesetzt, während Beek über SonX triumphierte, sodass die beiden jetzt im Losers Semi-Final darum spielten, wer im Losers Final gegen Luchalitten antreten würde.
Dieses Set wurde von den Stage Picks dominiert. Game 1 fand auf Pokémon Stadium 2 statt, wo Draqo mit seinen Granaten nicht in der Lage war, Beek zu outcampen. Stattdessen antwortete Beek auf die Welle an Projektilen mit einigen Hadoukens und setzte Draqo mit aggressiven Optionen dauerhaft unter Druck. Wann immer sich die Chance bot, startete er eine Combo oder confirmte in einen Shoryuken und konnte damit das Match eindeutig für sich entscheiden.
Dann counterpickte Draqo jedoch auf Lylat, wo er Beek viel besser in Schach halten konnte. Mit seinen Granaten umspielte er ihn solange, bis Beek in ausreichend hohen Prozenten war und Draqo das Match mit Snakes Up-Tilt Confirm für sich sichern konnte.
Die nächsten beiden Runden verliefen nach demselben Schema und beim Stand von 2-2 fand das entscheidende Game 5 dann auf Final Destination statt. Hier konnte Beek wieder einmal mit seinen Combos in Führung gehen, und obwohl Draqo in der Lage war, seinen Jump zu catchen und einen sehr frühen Stock zu holen, beendete Beek das Game mit einem Shoryuken und rückte somit ins Losers Final vor.

Dort traf er auf Luchalitten, der ihm zwar mit seinen Projektilen zu schaffen machte, aber nicht gegen seine Pressure ankam. Nachdem Beek sich das zweite Game mit einem Fokus-Hit gefolgt von einem Shoryuken geholt hatte, wechselte Luchalitten zum ersten Mal im Bracket von WiiFit-Trainer zu Incineroar. Diese Entscheidung machte sich allerdings nicht bezahlt, da Incineroar langsamer und damit ein perfektes Ziel für Beeks Combos war, der sich damit auch das dritte Game ohne Probleme sichern konnte.

Im Grand Final wartete DarkThunder schon auf ihn. Das gesamte Set war ein endloses Vor und Zurück. Beeks stärkste Mittel waren wie immer seine Combos und seine Shoryuken Confirms, die er zuverlässig umsetzen konnte, aber DarkThunder hielt dagegen mit Neutral-B-Edgeguards für unglaubliche Prozente und war zudem noch in der Lage, Beeks Approaches konsistent zu punishen.
Nachdem DarkThunder sich sowohl Game 3 als auch Game 4 geholt hatte und in Game 5 mit einem F-Smash-Read früh in Führung gehen konnte, sah es fast nach seinem zweiten Reverse 3-0 des Tages aus. Doch Beek wurde vorsichtiger in seinen Approaches, ließ sich kaum noch treffen und war dann in der Lage, mit einer Combo über die ganze Stage das Game für sich zu entscheiden und den Bracket-Reset zu erzwingen.
Im Grand Final Reset setzte dann wiederum DarkThunder noch einen drauf. Mit einer Mauer an Fairs und seiner Neutral-B ließ er Beek keine ruhige Sekunde und dieser war nur mit seinem guten Advantage-State in der Lage, sich über Wasser zu halten. Trotz eines SDs konnte sich DarkThunder das Game dann holen, indem er Beek mit einem präzisen Fair-String von der Stage trug, wo dieser nicht mehr recovern konnte.
Im nächsten Game war Beek mit einem SD an der Reihe, nachdem er offstage DarkThunder ausweichen wollte, aber sich bei seiner Recovery vertan hatte. DarkThunder ergriff die Chance und holte sich mit einem Bowsercide sehr schnell auch das zweite Game.
2-0 im Rückstand entschied sich Beek dann dazu, auf Ryu zu wechseln. Dieser Pick machte sich zwar im Neutral bezahlt, aber ohne Kens Kill-Confirms hatte er echte Probleme, sich die Stocks zu holen und gab DarkThunder stattdessen nur mit Rage noch mehr Kill-Power. Dieser nutzte das voll aus und holte sich das Game, das Set und damit das gesamte Turnier mit zuverlässigen Edgeguards und einer letzten brutalen Side-B.

In der Pause vor Top 8 gab es einige Ankündigungen und Reveals zu machen, denn es war Zeit für den Combo-Contest. Meutrich eröffnete den Wettbewerb mit der Premiere seines lang erwarteten Game and Watch-Videos „Krakenland“, gefolgt von einer Zusammenstellung aller Clips, die an das Unismash-Team eingesendet worden waren.
Alle Anwesenden konnten über einen Strawpoll-Link für ihren Favoriten abstimmen, und die Gewinner erhielten von Nintendo gesponserte Preise. Meutrich sicherte sich damit eine Ausgabe von Dragon Quest Builders 2 für Nintendo Switch, und Tkiito und Sintro auf dem zweiten und dritten Platz gewannen jeweils einen Amiibo.
Dann kam der zweite Reveal des Tages: das offizielle Hessen-Powerranking. Im Stil eines Pokédex' wurden die Top 10 Hessens präsentiert, und allen davon Anwesenden wurde mit Applaus und Cheers gratuliert.

An dieser Stelle nochmal ein Riesendankeschön an die anfangs genannten TOs und alle anderen Helfer für ihre viele Arbeit, die UniSmash überhaupt möglich macht. Der Termin für das nächste UniSmash-Turnier in Frankfurt am Main wird über ihren Twitter-Account angekündigt, also haltet Augen und Ohren offen.

Links:
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Unismash #6 Bracket
Hessen PR
GonzoMod

Laura "Larus21" | Project HIVE Gaming e.V. Redaktion Game: Super Smash Bros. Ultimate Regelmäßige Coverage von SSBU Tournaments und allgemeiner SSBU Info in Deutschland.
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